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Crush Day

Teilnahme in zwei Gruppen

Ein Vorlauf

Der Crush Day war Desmond´s Idee gewesen. Es war einer seiner gutgemeinten Tips, die er uns am Anfang des Terms gegeben hatte. Das war das erste und einzige Mal, daß er über die Show gesprochen hatte. Einige Jahre zuvor hatte es bei einer Abschlußshow eine Überraschung gegeben.
Zwei Leute, ein Mann und eine Frau, erschienen völlig nackt auf der Bühne. Niemand hatte vorher davon gewußt, selbst der Rest der Klasse nicht. Diejenigen die danach dran waren, haben sich sehr geärgert, daß sie es nicht vorher wußten. Und nicht nur um solche Überraschungen zu vermeiden, auch um eine Reihenfolge der Stücke festzulegen war der Crush Day ganz gut. Viele Stücke waren noch nicht ganz fertig, aber Handlung und Ablauf standen fest, und man konnte einen Eindruck von dem Stück bekommen.

Es waren insgesamt 19 Stücke übriggeblieben, eins davon war mehrteilig. Der Crush Day fand zwei Wochen vor der Premiere statt, ich war nun als einzige bei keinem Projekt dabei. Die anderen aus der ehemaligen "Zufallsgruppe II" waren in mehreren Gruppen. Aus Zeitgründen hatte ich mich nur für eine Gruppe entschieden. Es sah schlecht für mich aus, so kurzfristig noch irgendwo reinzukommen war schwer. Aber ich hatte Glück und konnte sogar noch in zwei Gruppen mitwirken.

"Work Ethic" war ein sehr abstraktes Stück mit viel Phantasie. Wieder mal eine gute Idee, aber leider verzichtete Tony, von dem die Idee stammte und der sich als Regisseur versuchte auf die Choreographie. Zu einer technischen Musik von Amorphous Androgynous, wollte er mit "Work Ethic" den hektischen Alltag, nur unterbrochen von kurzen (Freizeit-) Pausen darstellen. Der technische Beat der Musik, wurde immer wieder von einer sanften entspannenden Musik unterbrochen. Die Hektik des Alltags stellten wir durch einfache Illusionen da, wie z. B. Schreibmaschine schreiben, servieren, Bauarbeiten. Die Freizeit Sequenzen füllten wir mit einem leichten Tanz.
Mit der richtigen Choreographie wäre das auch toll geworden, aber weil wir alle durcheinanderliefen, und teilweise sogar aufpassen mußten das wir nicht zusammenstoßen, muß es sehr chaotisch und unüberlegt ausgesehen haben. Bei den Proben sind wir mehr als einmal zusammengeknallt, da wir fast die ganze Zeit Papiermasken trugen, und unsere Sichtverhältnisse eingeschränkt waren. Dazu kam noch, daß wir zu siebt auf einer kleinen Bühne ständig sehr schnell hin und her liefen.

Das andere Stück bei dem ich mitwirkte, "Changing Moods", hatte mit Masken zu tun, bei Work Ethic waren die Masken nur dazu da, das "Arbeitsgesicht" darzustellen. Bei "Changing Moods" standen die Masken im Vordergrund.
Die traurige, die fröhliche und die neutrale Maske. Ich hatte die neutrale Maske, und dazu eine ganz weißes Pierrot-Kostüm. "Changing Moods" war ein super kurzes Stück. Die traurige und die fröhliche Maske, Rachael und Anna, trugen einen Kampf in Form eines Tauziehens aus. Das Seil war unsichtbar, wie in der Pantomime üblich, meine Aufgabe war es das Seil durchzuschneiden und damit den Kampf zu beenden. Ich war richtig froh, daß ich so kurzfristig noch in zwei Gruppen aufgenommen wurde.

SG

jt

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