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19 Stücke für eine Aufführung

von Gentlemen prefer zu Houdini

Heavy Suitcases

Bei den 19 Stücken von Heavy Suitcases waren viele gute, aber auch einige schlechte dabei. Nachdem alles vorbei war, habe ich sie analysiert und kritisiert.
"The Street" es wurde später durch einen Fehler vom Programmschreiber, in "Visual Landscape" umbenannt ist aus ein einfachen Idee entstanden: Menschen auf der Straße wurden sehr gut und auf die verschiedensten Arten dargestellt. Besonders eindrucksvoll war der Einsatz der "Mime Walks" (gehen oder laufen ohne sich von der Stelle zu bewegen). Synchron und in einer großen Gruppe, wie dieser, wirkte das toll.

"Spy versus Spy (The Professional)" das fünfteilige Stück, handelte von Spionen die sich gegenseitig wegen eines geheimnisvollen Koffers töteten, bzw. versuchten sich zu töten. Jedes der 5 Stücke war aber ein eigenes kurzes Stück. Die ersten beiden waren spitze, der Rest war mal besser mal schlechter.

"Gentlemen prefer" sollte die satirische Darstellung von zwei frustrierten Ladies auf Männersuche sein. Für eine Satire hatte es zu wenig Witz.
Bei "The Botch" war der Einbruch eher nebensächlich. Viel schöner und wichtiger waren die Huttricks und Laurel & Hardy Methoden.
Das beste Stück nach Meinungen vieler Zuschauer, inklusive Desmond, war "A Brief History of the World" das die Entstehung der Erde bis zu menschlichen Leben zeigte. Lustiger Gag mit der Schlange aus dem Garten Eden des Alten Testaments. Es war wirklich sehr gut gemacht.

"The Non-Professionals" der zweite Teil von Spy vs. Spy war für mich der Beste der fünf. Ein verängstigter Spion soll einen anderen Spion erstechen, vor lauter Angst macht er alles falsch und war am Ende selbst das "Opfer".
"Frustration Impro" war auch frustrierend anzusehen. Diese Idee ist aus dem Titel einer Improvisation entstanden, mit dem Ziel das Publikum zu frustrieren. Im Unterricht war es ganz lustig, aber für eine Show nicht ganz brauchbar. Die fünf Darsteller frustrierten nicht, sie langweilten mit ihrem Spiel, das immer einer nicht verstand. Das Publikum verstand es auch nicht, da bin ich mir sicher.

Mit dem "Man of Action" hatte die Freundin die totale Kontrolle über den Freund der sie gerade abservierte. Wie beim Voodoo fühlte er alles, was sie einer kleinen Ken-Puppe antat. Ein witziger Spaß für´s Publikum.

Die "Box-Group" führte vor was passiert, wenn Kartons außer Kontrolle geraten. Menschen waren hier nicht zu sehen, nur ganz viele große, bewegliche Pappkartons. Aber Vorsicht: Fragile: Handle with care! Mir hat es sehr gefallen, es war mal was anderes.

"Heart Killer": Spy vs. Spy die Dritte. Ging so Gerade noch. Bei der "Mime Lesson" holte sich Tony zwei Kandidaten aus dem Publikum, um ihnen ein bißchen Pantomime beizubringen. Keine schlechte Idee.
"The Mystery Box" eliminierte einen weiteren der Spione, und wieder wechselte der Koffer den Besitzer. Der Tiefpunkt der Spy-Serie, diesen Teil habe ich nicht verstanden. Was sollte in der Box sein, daß man beim Öffnen tot umfiel?

"Follicle" handelte von einem Streit zwischen zwei Männern. Dieses Stück war nur ein Vorwand um Stuntfighting auszuprobieren. Und ein Vorwand ist nicht genug, nicht mal für ein kurzes Stück. Das Frauen sich bei sozialen Anlässen in wilde Tiere verwandeln können, zeigte "Beastly Women or Social Animals?" Eine gut umgesetzte Idee.

Woher kommt das komische Geräusch "Squeak"? Der Sache muß man auf den Grund gehen, meinen jedenfalls Fridel, Adolf, Joseph und Margret. Diese lustige Einlage entstand aus Elementen von Commedia De´ll Arte.
"The Tourists of Terror, Spy vs. Spy 5" Die Spione waren mittlerweile alle tot, und ein vorbeikommender Landstreicher fand den Koffer. Der Landstreicher wurde am zweiten Tag gestrichen, da Desmond nach der ersten Vorstellung äußerte, daß er ihn weglassen würde. Ich fand der Landstreicher war ein guter Gag. Der letzte Teil der Spy´s war wieder o.K.

"Houdini", war eine weitere Idee, die bei einer Improvisation entstand. Bei der Improvisation ging es darum, daß jeder eine bestimmte Tätigkeit vorführt. Die Tätigkeiten gehörten alle zusammen, und man erkannte erst was das Ganze darstellt, wenn es auch zusammenhängend dargestellt wurde. Beispiel: Houdini soll gehängt werden. Einer schließt die Handschellen ab, einer stoppt die Zeit, einer spielt den Trommelwirbel, usw...... Jede Tätigkeit ergibt, unabhängig voneinander vorgeführt, keinen Sinn. Erst wenn schließlich alles zusammengesetzt dargestellt wird, erkennt man worum es eigentlich geht. Houdini gelang es übrigens immer sich zu befreien.

SG

jt

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