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Der letzte Schliff

Die Ruhe vor dem Sturm

Technische Probe

An unserem ersten Tag in Turtle Key Arts Centre, dem Theater, fand die Generalprobe statt. Weiterhin wurden die technischen Sachen abgestimmt. Es mußten auch die Lichtverhältnisse geregelt werden. Wann das Licht an und wieder ausgehen mußte, wurde notiert. Für die Stücke mit Musik mußte das Gleiche gemacht werden. Desmond´s Assistentin Riz hat uns mit dem Licht sehr geholfen. Sie hat das Deckenlicht richtig aufgehängt, und hat Jennifer und Sandra, die für das Licht verantwortlich waren, alles erklärt und gezeigt. Es dauerte sehr, sehr lange bis alles klappte, das lag auch an den großen Zeitabständen zwischen den Proben.
Jede Gruppe mußte ihr Stück ein paar Mal durchgehen, bis Licht und Musik stimmten. Da konnte es schon vorkommen, daß man zwei Stunden nichts zu tun hatte, aber wegfahren lohnte sich nicht, da das Theater zu weit außerhalb lag. Dieser Donnerstag, war nicht nur der Tag der Generalprobe, es war außerdem noch der Tag, an dem meine Freundin Eva ihren Geburtstag feierte. Ihr Geburtstag war eigentlich einen Tag später am Freitag, den 26.11. Nur weil sie wußte, daß da der erste Tag unser Aufführung ist, hat sie die Feier für mich einen Tag vorgezogen, und ich konnte auch an diesem Tag nicht. Als ich an dem Tag aus dem Theater kam, war die Party längst vorbei.

Freitag war der große Tag, die erste Aufführung. Wir trafen uns einige Stunden früher im Turtle Key Arts Centre, um einiges noch mal durchzugehen, was wir am Vortag nicht mehr geschafft hatten.
Je später es wurde, desto aufgeregter wurden alle. Nachdem wir noch einige Lockerungsübungen auf der Bühne gemacht hatten, war es bald soweit, wir schafften alle Kostüme und Requisiten in die Garderobe. Die Garderobe war sehr klein.
Dieser ohnehin schon winzige Raum war noch mal unterteilt, eine Hälfte war das Büro, in der anderen stand ein Schminktisch für ca. vier Personen. Das war´s dann auch schon. Dieser Raum war nun die Garderobe für 30 Akteure plus sämtlicher Kostüme, Taschen und Requisiten, und in der Bürohälfte waren die beiden Angestellten des Theaters. Schließlich kamen die ersten Zuschauer, und wir konnten die Garderobe jetzt nicht mehr verlassen, zumindest nicht bis alle Zuschauer saßen. Es sollte uns ja vorher keiner im Kostüm sehen, daß hätte alles zerstört. Der Eingang für die Zuschauer führte über die Bühne und war auch gleichzeitig der Eingang für uns Darsteller. Die "Street" Leute zogen sich um, und konnten, als alle Zuschauer drin waren, raus auf den Flur. Jetzt ging es los!

SG

jt

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