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Endlich ist es soweit
Die Aufregung ist groß
Die Aufführung des Stücks
Diese Garderobe werde ich, wie den Auftritt, bestimmt nie vergessen. In diesem winzigen engen Raum mit der stickigen Luft, in dem man nur flüstern durfte, da die Zuschauer sonst wegen der dünnen Wände alles gehört hätten, war so viel Energie, Spannung und Aufregung. In Gedanken waren wir alle bei unseren Stücken, gingen noch einmal alles durch oder sahen uns im Spiegel an, ob diese oder jene Bewegung gut war. Desmond brachte uns vor Beginn der Show, eine große Dose mit Bonbons und eine Karte auf der stand: "This is to keep the engergy up".
Die Süßigkeiten sollten die Energie oben halten, das war aber gar nicht nötig. Die Energie war höher als jemals zuvor. Ich war so aufgeregt, aber gleichzeitig hatte ich auch Angst und war nervös und zitterig. ‚Die Energie war trotzdem da, und es war so heiß und stickig in diesem Raum. Diese Aufregung und das Zusammengehörigkeitsgefühl an diesem Abend kann man gar nicht beschreiben.
Als dritte Gruppe kamen Anna, Rachael und ich dran. Richard, unter anderem Stage Manager, winkte uns im Flüsterton auf den Flur raus, dort durfte man nicht mal mehr flüstern. Wir warteten neben der Tür. Anna war noch nervöser als ich. Rachel´s erste Aufregung hatte sich schon gelegt, da sie im Eröffnungsstück schon mitgewirkt hatte. Von meinem Platz hinter der Tür konnte ich den Rest von Tory und Georgia´s Stück "Gentlemen prefer" sehen. Die fünf Minuten die dieses Stück dauerte, kamen mir wie eine Ewigkeit vor, dann der Applaus, das Licht ging aus, Georgia und Tory kamen raus. "Viel Glück" rief Tory im vorbeilaufen.
Im Dunklen betraten wir die Bühne, wie wir es schon ein dutzend Mal geprobt hatten. Ich war nervös und konnte meinen eigenen Herzschlag hören, obwohl es ein kurzes Stück und meine Rolle klein war.
Das Licht ging an. Ich konnte durch die Augenschlitze der harten weißen Maske und das Gegenlicht von der Decke nicht viel sehen. Ich versuchte die Gesichter im Publikum zu erkennen, aber das war unmöglich, alles war durch das grelle Licht verschwommen. Ich durfte mich nicht bewegen und mußte mich auf meinen Einsatz konzentrieren.
Dann war schon alles vorbei. Wieder ging das Licht aus, gefolgt vom Applaus verließen wir die Bühne, im Dunklen wie wir gekommen waren. Zurück blieb nur die Frage: War es gut?
An der Tür warteten Jack und Emile auf ihren Auftritt. Wieder in der Garderobe wurden wir im Flüsterton gefragt, wie es war und wie das Publikum war. Ich war nicht sehr zufrieden mit, Anna meinte auch es hätte besser laufen können.
Die erste Nervosität war weg. "Work Ethic" war erst nach der Pause dran. Wenn es in der Mini-Garderobe nicht mehr auszuhalten war, ging ich auf den Flur und guckte ein bißchen zu.
Für "Work Ethic" waren wir alle schwarz gekleidet und barfuß. Tony unser "Regisseur" sah sich alles vom Flur aus an. Es war schon ein Erfolg, daß wir nicht wie bei denn Proben zusammengestoßen sind, sonst war alles chaotisch wie immer.
Die Show war nun fast zu Ende. "Houdini" war das letzte Stück, bei dem alle Darsteller auf die Bühne kamen, um Houdini anzufeuern. Für das Finale stellten wir uns alle in einer Reihe auf, von der Kleinsten bis zum Größten, und das im Dunkeln, aber es klappte perfekt.
SG
jt
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