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Die Arbeitsteilung im Fast-Food-Business
Von Hygiene am Arbeitsplatz und anderen Leckereien
Wenn der Chef schreit eilts
Der witzige Teil war die Arbeit: Ich wurde von Anfang an für die Kasse eingeteilt. Erklärt wurde mir nicht viel. Der zuständige Manager an meinem ersten Tag war wieder der Kampfzwerg. Wie immer lief er hektisch hin und her und genoß es rumzuschreien. Selbst wenn er mir nur etwas erklärte, hatte er einen Kommandoton drauf, daß ich das Gefühl hatte, ich müßte stramm stehen und ständig "Yes Sir" brüllen. So klein er auch war, schreien konnte er wirklich gut. Er zeigte mir nur kurz die Küche, dann überließ er mich meinem Schicksal.
Ein junger Mann, der an der Kasse arbeitete, sollte mir alles weitere zeigen. An seinem Gesichtsausdruck merkte ich schon wie begeistert er war, daß er mich nun am Hals hatte. Die weitere Einweisung sah folgendermaßen aus: Er zeigte auf die Burger: "Da sind die Burger". Bei den Getränken hielt er sich schon etwas länger auf: "Es gibt drei Größen regular, medium und large." Das hat er mindestens fünf Minuten immer wiederholt. Ich versuchte ihm zu verdeutlichen, daß es für mich kein Problem war, den großen vom kleinen Becher zu unterscheiden. Ich mußte mir noch anhören, daß es für Kaffee und Orangensaft andere Größen gibt. Das war´s schon, die laut Crew Handbook, gründliche Einweisung.
Ich kam dann sofort an die Kasse, und mußte das Geld kassieren, während Mr. Regular, Medium, Large die Sachen holte die ich eingab. Niemand fragte mich, ob ich mich mit Pence und Pounds auskenne. Gott sei dank war mir das englische Geld inzwischen nicht mehr fremd.
Die Kasse wurde mir auch nur kurz erklärt, ich stand nun da und bemühte mich, die richtigen Tasten zu finden. Nach ca. einer Stunde verschwand der Becherfetischist, und ich konnte sehen wie ich klarkomme. Ich sollte gleich bis zum Schluß, d. h. bis elf Uhr bleiben. Es war aber nicht viel los, und ich konnte kurz nach neun Uhr nach Hause gehen. Ich war fix und fertig, am liebsten hätte ich gleich gekündigt.
Während der folgenden zwei Wochen wußte ich nie wann ich arbeiten muß, da ich nie auf dem Plan stand. Ich mußte immer anrufen und nachfragen, das ging mir ganz schön auf die Nerven. Am Anfang hatte ich sehr wenig Stunden, meistens zwei Mal die Woche sechs Stunden.
SG
jt
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